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am 14. Juli

Schallmeiner: Bringen wir die Impfung zu den Menschen

Ralph Schallmeiner - Zuerst braucht es Impfangebot für alle, bevor wir über Individualisierung der Pandemiebekämpfung sprechen können

 Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, erneuert angesichts der nun bekannt gewordenen massiven regionalen Unterschiede bei den Durchimpfungsraten in Österreich, einmal mehr seine Forderung nach konkreten, niederschwelligen Impfangeboten in den Bezirken und mahnt in diesem Zusammenhang von Bundesländern und Bezirken Geschwindigkeit und Kreativität ein. 

„In Südtirol bringt der Impfbus die Covid-Schutzimpfung in die hintersten Täler. Was in Südtirol funktioniert, sollte in Österreich genauso funktionieren. Dass wir Handlungsbedarf insbesondere in den ländlichen Gebieten - dort wo es kaum Impfstraßen gibt - haben, steht außer Zweifel. Warum hier die Bundesländer nicht endlich ins Tun kommen, ist mir schleierhaft“, erklärt Schallmeiner. Und weiter: „Alle Bundesländer haben ihre blinden Flecken. Einzige Ausnahme ist auf den ersten Blick Wien, aber auch dort würden sich wohl zusätzliche Angebote positiv niederschlagen.“ 

Schallmeiner schlägt vor, dass Impfbusse während des Sommers von einem Ort in den anderen fahren und sich etwa vor Schwimmbädern oder Seen, bei Freizeiteinrichtungen und auf den Gemeindeplätzen des Landes positionieren sollen. Spontan impfwillige Personen können sich auf diese Art rasch und unkompliziert immunisieren lassen. Die Impfung kommt so wirklich zu den Menschen. "Bevor wir nicht allen ein anständiges Angebot gemacht haben, brauchen wir noch nicht einmal ansatzweise über eine Individualisierung der Pandemiebekämpfung nachdenken. Wir haben vor allem bei den Jungen noch massiven Aufholbedarf beim Impfen. Umso wichtiger wäre es, genau zu diesen Bevölkerungsgruppen zu fahren. Es darf jetzt keine Ausreden mehr geben, bringen wir die Impfungen zu den Menschen“, appelliert Schallmeiner.