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am 22. September

Schallmeiner: Bis 2024 soll flächendeckende psychotherapeutische Ver­sor­gung sichergestellt sein

Ralph Schallmeiner - Prävention und Frühintervention bei psychischen Erkrankungen notwendig

Psychische Erkrankungen haben an Relevanz für die öffentliche Gesundheit stark zugenommen. "Die WHO geht davon aus, dass im Jahr 2030 drei der fünf schwerwiegendsten Erkrankungen in den Industriestaaten zu dieser Krankheitsgruppe gezählt werden. Dieser Entwicklung tragen wir Rechnung", betont Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schalmeiner: "Wir setzen auf Prävention und Frühintervention. Das wird etwas kosten, ganz klar. Aber die Folgekosten durch psychische Erkrankungen sind für die Gesellschaft viel höher –volkswirtschaftlich und menschlich." Die Krankenstände wegen psychischer Probleme - nicht nur Burnout - haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. 

Mit einem Runden Tisch bei Gesundheitsmininister Anschober werden heute, Dienstag, die nächsten Schritte zum Regierungsziel einer vollständigen Bedarfsdeckung im Bereich der psychischen Gesundheit gemacht. Dabei stehen dieses Mal vor allem die Berufsverbände und die Frage nach einer guten Einbindung aller Berufe im Mittelpunkt. Schallmeiner, ist optimistisch: "Trotz der Herausforderungen für unser Gesundheitssystem in der Corona-Krise hoffen wir auf einen gemeinsamen Plan. Wir haben in Österreich mit den Psycholog*innen, den Psychotherapeut*innen und den Psychiater*innen Expert*innen, die wir Politiker*innen gleichermaßen einbinden müssen." 

Gerade bei finanziell schlechter gestellten Menschen gibt es einen hohen Bedarf für psychotherapeutische Leistungen auf Krankenschein, gegebenenfalls auch gebührenbefreit. Aktuell müssen Patient*innen oftmals die Therapiekosten vorstrecken, dazu kommen noch verschiedene Herangehensweisen in den Bundesländern. „Allesamt unnötige Hürden, die wir beseitigen werden", so Schallmeiner. Bis 2024 soll eine flächendeckende Versorgung sichergestellt werden.