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am 20. September

Ribo/Schallmeiner zum Welt-Alzheimertag: Pflegende Angehörige müssen mehr Unterstützung erhalten

Ralph Schallmeiner, Bedrana Ribo - Am 21. September soll im Rahmen des Welt-Alzheimertages auf eine besonders häufige Form von Demenz, nämlich Alzheimer, aufmerksam gemacht werden

Angehörige und Pflegekräfte in den Betreuungseinrichtungen sind bei einer Demenz-Erkrankung, zusätzlich zu eventuellen körperlichen Belastungen, auch stark psychischen Herausforderungen ausgesetzt. Es gilt mit Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit oder auch Aggressionen der zu Pflegenden umzugehen. „Besonders für pflegende Angehörige bedeutet dies eine starke emotionale Belastung, aber auch für die Fachkräfte ist es ein zusätzlicher Aufwand. Mit dieser Herausforderung dürfen wir niemanden alleine lassen“, betont die Pflegesprecherin der Grünen, Bedrana Ribo, und weiter: „Je früher eine Demenz-Erkrankung erkannt wird, desto besser kann der Krankheitsverlauf beeinflusst werden. Community Nurses können hier pflegenden Angehörigen beistehen und Symptome unter Umständen früh erkennen."

Community Nurses sind lokal in der Gemeinde tätige diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, welche Personen ab 75 regelmäßig besuchen sollen. Dadurch kann ein Pflegebedarf frühzeitig erkannt und die physische und psychische Gesundheit von älteren Menschen gefördert werden. „Mit diesem Konzept, das mit Beginn nächsten Jahres in 150 Gemeinden umgesetzt wird, entlasten wir pflegende Angehörige und halten ältere Menschen länger gesund. Dennoch müssen weitere Maßnahmen wie die Erschwerniszulage oder der pflegefreie Tag folgen. Dafür setze ich mich ein“, bekräftigt die Pflegesprecherin der Grünen.

Ralph Schallmeiner, Gesundheitssprecher der Grünen, ergänzt: „Wir sehen im derzeitigen System beim Pflegegeld den erhöhten Betreuungsaufwand für Demenzkranke noch nicht ausreichend abgebildet. Hier gibt es Reformbedarf.“