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am 1. Juli

Ribo/Schallmeiner: Gesundheit und Pflege brauchen nachhaltige Stärkung

Ralph Schallmeiner, Bedrana Ribo - „Offensive Gesundheit“ muss mit ihren Forderungen gehört und unterstützt werden

Heute, am 01. Juli, hat die „Offensive Gesundheit“ einen Videoappell vor dem Sozialministerium an Bundesminister Anschober gerichtet. Die „Offensive Gesundheit“ ist ein Zusammenschluss von Fachgewerkschaften sowie der Arbeiter- und Ärztekammer, der unter dem Motto „Mehr von uns, besser für alle“ auftritt. 

In dem Videoappell werden 13 Menschen aus 13 verschiedenen Berufen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich gezeigt, die direkt aus ihrer Erfahrung und Praxis sprechen und benennen, was aus ihrer Sicht derzeit fehlt und dringend benötigt wird.


„Bundesminister Anschober hat die Forderungen dieser Initiative persönlich entgegengenommen. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung für diese Berufsgruppen, die sich beim Gesundheitsminister nicht nur hier, sondern auch bei der durch Corona unterbrochenen und im Herbst fortgeführten Dialogtour zum Thema Pflege zeigt. Auch bei der Dialogtour geht es darum, den Menschen an der Basis zuzuhören, sie als Expert*innen ihres jeweiligen Berufsfeldes anzuerkennen, ihre Nöte, Ängste und Bedürfnisse ernst zu nehmen und ihre Forderungen in der politischen Arbeit bzw. bei der Pflegereform, die nach der Dialogtour folgen wird, umzusetzen “, sagt die Sprecherin der Grünen für Senior*innen und Pflege, Bedrana Ribo, und weiter: „Das ist im Übrigen in der DNA der Grünen verankert. Wir machen Politik mit den Menschen für die Menschen, sodass ein gutes Leben möglich ist. Es hilft den als systemrelevant erkannten Berufsgruppen nicht, sie zu beklatschen und dann in ihren Forderungen, Nöten und Ängsten allein zu lassen. Jetzt müssen wir politisch aktiv werden und zukunftsfähige Lösungen erarbeiten.“


 

„Dazu gilt es zu ermöglichen, dass die Menschen, die in Gesundheits- und Pflegeberufen tätig sind, eine qualitätvolle Arbeit leisten können, die finanziell entsprechend honoriert wird und unter guten Rahmenbedingungen stattfinden kann. Eine Attraktivierung des Gesundheits- und Pflegeberufs ist also unbedingt notwendig, auch damit sich Menschen für diese Berufe interessieren und nach der Ausbildung gut davon leben können. Nur so kann auch der drohende Pflegenotstand abgewendet werden.“ 

 Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, verweist einmal mehr auf die im Koalitionsübereinkommen paktierten Maßnahmen wie der Aufwertung der Allgemeinmediziner*innen, Erleichterungen bei den Primärversorgungseinrichtungen oder natürlich auch die Community Nurses. Letztere stellen nicht nur einen niederschwelligen Zugang zu Gesundheit, sondern auch eine Aufwertung der nichtärztlichen Gesundheitsberufe dar. Besonderes Augenmerk kündigt Schallmeiner auch bei der Ausweitung und Aufwertung der Psychischen Berufe an: „Wir Grüne wollen eine flächendeckende, niederschwellige Zugangsmöglichkeit zu Psychotherapien und psychologischer Hilfe. Dafür wird es aber auch ein Zugehen auf alle Berufsgruppen und eine entsprechende Einbindung aller relevanten Berufe in diesem wichtigen Gesundheitssektor geben müssen. Wir bemühen uns im Moment hier gemeinsam mit dem Ministerium darum.“

Insgesamt verweist Schallmeiner darauf, dass wir die Anliegen der Gesundheitsberufe ernst nehmen müssen: „Klatschen alleine hilft niemanden. Ausreichende Bezahlung, Aufwertung der Berufsbilder und Anerkennung für die erbrachten Leistungen sind ebenso nötig, wie ein einfacher Zugang zu den Angeboten der Gesundheitsberufe. Egal wo jemand lebt, egal woher jemand kommt, und egal wie viel jemand verdient.“.