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am 19. Jänner

Neßler: Vorgesehene Impfreihenfolge ist einzuhalten

Barbara Neßler - Das ist eine Gerechtigkeitsfrage - bei Missachtung muss es Konsequenzen geben

„Ich bin empört, wenn ich lese, dass sich bei den Covid-Impfungen Personen, insbesondere Bürgermeister, vordrängen. Anstatt jenen den Vortritt zu lassen, die hoch gefährdet sind und deren schneller Schutz daher ganz besonders wichtig ist. Dieses unverantwortliche Verhalten sollte zu Konsequenzen führen“, äußert sich die Grüne Nationalrätin Barbara Neßler zu den Berichten aus Feldkirch und Kematen, wonach sich die dortigen Bürgermeister – teilweise sogar mit ihren Angehörigen – bei Impfungen vorgedrängt haben.

   Neßler weist darauf hin, dass die Impfreihenfolge unmissverständlich formuliert ist und einzuhalten sei: Jetzt sollen Menschen, die in Heimen leben, über 80-Jährige, andere Hochrisikopersonen sowie Gesundheitspersonal an die Reihe kommen. „Ein Bürgermeister, der sein Amt dazu missbraucht, um sich selbst vorzudrängen, während andere auf einen Impfschutz dringend angewiesen sind, handelt unmoralisch und zugleich unverantwortlich“, kritisiert Neßler. Sie verweist darauf, dass es gerade in dieser Phase die Aufgabe eines Bürgermeisters sein sollte, für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Impfungen zu sorgen.

   „Aus meiner Sicht sollten daher der Bürgermeister von Kematen und die anderen, die sich selbst bedient haben, die nötigen Konsequenzen daraus ziehen. Denn sie alle scheinen eines nicht verstanden zu haben: Sie sollten für das Gemeinwohl ihres Ortes zuständig sein und nicht in erster Linie für ihr persönliches Wohlergehen,“ so Neßler. Und weiter: "Wenn sich jemand, wie im Falle der Bürgermeister, aufgrund der eigenen Position einen persönlichen Vorteil verschafft, müssen auch strafrechtliche Konsequenzen angedacht werden.“