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am 29. Mai

Neßler erfreut über heutige Öffnung von Hotels und Beherbergungsbetrieben

Barbara Neßler - Lockerungsmaßnahme der Regierung richtiger Schritt

„Es ist sehr erfreulich, dass mit dem heutigen Tag Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Österreich wieder geöffnet sind“, sagt die Tourismussprecherin der Grünen, Barbara Neßler und weiter: „Die letzten Wochen waren eine große Herausforderung für die Betriebe. Die nunmehrige Verordnung der Bundesregierung ist an sich locker genug, aber trotzdem schafft sie Sicherheit. Das war ein richtiger Schritt.“

Zu restriktive Maßnahmen wären schädlich für die Betriebe gewesen. Wenn beispielsweise die Fixkosten zu hoch sind und die Umstände kaum die laufenden Kosten decken, werden die Betriebe nicht aufsperren.  

Aus der letzten Umfrage der ÖHV geht hervor, dass die erwartete Auslastung der Hotelbetriebe um bis zu 40 Prozent niedriger ist als noch ein Jahr zuvor. Besonders hart getroffen wird die Hotellerie in den Städten - dort wird für die Sommermonate mit einem Auslastungsgrad von nicht einmal 20 Prozent, gerechnet. Zugleich rechnen viele Betriebe mit stark sinkenden Preisen - nicht nur aber vor allem auch in den Städten.

Die laufende Testung in der Tourismusbranche sieht Neßler mitunter auch als vertrauensbildende Maßnahme, aber vor allem als Sicherheit für die Arbeitnehmer*innen: „Die Testungen, die an Mitarbeiter*innen und Gästen laufend durchgeführt werden, dienen in erster Linie natürlich ihrer Sicherheit. Ich denke aber, dass sie in Anbetracht der letzten Vorkommnisse auch ein wenig helfen werden, das Vertrauen in die Branche wieder zurückzugewinnen.“ 

Dass ausländische Großinvestoren Beherbergungsbetriebe zusammenkaufen, einheitliche Chalet-Dörfer bauen und so die Wohnungspreise für die Einheimischen ins Unerträgliche treiben, ist keine Neuigkeit. „Aber gerade nach der Krise, mehr denn je, kann diese Praxis Existenzen zerstören. Insbesondere den familiengeführten Traditionsbetrieben werden die daraus resultierenden Dumpingpreise teuer zu stehen kommen“, gibt die Grüne Tourismussprecherin zu bedenken. „Wir werden im Konjunkturpaket besonders den Tourismus berücksichtigen müssen. Wir müssen Maßnahmen zur Stärkung der Nachfrage im Land setzen, die für viele Betriebe ein Rettungsanker ist. Vor allem auch der kleinteilige Tourismus, wie die oft familiär geführten Hotels, mit dem Fokus auf Qualität, müssen wir fördern, um Gerechtigkeit in der Branche zu schaffen.“​