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am 21. Oktober

Disoski: Wichtiger Schwerpunkt auf Frauengesundheit und Gendermedizin im Gleich­be­handlungsausschuss

Meri Disoski - Einstimmige Beschlüsse für Stärkung der Brustkrebsfrüherkennung und für Informationsbroschüren zu gynäkologischen Untersuchungen für Frauen mit Behinderungen

„Ich freue mich sehr über die einstimmigen Beschlüsse zweier von der Koalition eingebrachter Anträge im heutigen Gleichbehandlungsausschuss, mit denen wir einen wichtigen Schwerpunkt auf die Frauengesundheit und Gendermedizin legen“, sagt die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski. „Mit den beiden Anträgen stärken wir die Brustkrebsfrüherkennung und sorgen dafür, dass Informationsbroschüren in Leichter Sprache zu gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen für Frauen mit Behinderungen erstellt werden.“

„Prävention, Information und rechtzeitige Behandlung von Brustkrebs sind essentielle Ansätze im Bereich der Frauengesundheit. Im Laufe ihres Lebens erkrankt eine von acht Frauen an Brustkrebs. Damit dieser rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann, braucht es entsprechende Früherkennungs- und Informationsinitiativen", führt Disoski aus. 

Während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen wurde das Einladungsmanagement für das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm vorübergehend ausgesetzt. „Das hatte zur Folge, dass um 40 Prozent weniger Mammakarzinome entdeckt wurden. Ein Teil der Untersuchungen konnte bereits aufgeholt werden, die Zahlen liegen aber weit unter jenen des Vorjahres. Mit dem beschlossenen Antrag wollen wir die Qualität der medizinischen Angebote für Frauen, insbesondere das Brustkrebsfrüherkennungsprogramm, auch in Krisenzeiten absichern“, sagt die Grüne Frauensprecherin. 

Frauen mit Behinderungen stellen in Bezug auf gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen eine benachteiligte Gruppe dar: Ein Viertel der Frauen mit Behinderungen besuchen keinerlei gynäkologische Untersuchungen, lediglich jede neunte Frau mit Behinderung nimmt gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig in Anspruch. „Im Regierungsübereinkommen haben wir die Aufwertung der Patient*innenrechte vereinbart, konkret den Anspruch auf Information in Leichter Sprache. Mit unserem Antrag leiten wir dazu nun Fortschritte ein“, führt Disoski aus.

„Wir wissen, dass Informationen in Leichter Sprache und Österreichischer Gebärdensprache für Frauen mit Lernschwierigkeiten sowie für hörbeeinträchtigte und gehörlose Frauen enorm wichtig sind. Durch die in unserem Antrag geforderte Erstellung solcher Informationsbroschüren wird ein einfacher und besserer Zugang zu gynäkologischen Voruntersuchungen für Frauen mit Behinderungen ermöglicht", ergänzt Disoski abschließend.