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am 30. Oktober

Disoski/Blimlinger: Solidarität mit den polnischen Pro-Choice-Demonstrierenden

Eva Blimlinger, Meri Disoski - Angriff auf die wissenschaftlichen Institutionen inakzeptabel

Seit letzter Woche demonstrieren hunderttausende Pol*innen in größeren und kleineren Städten gegen das de facto Abtreibungsverbot in Polen. Seit Beginn der Proteste zählen auch Studierende und Wissenschaftler*innen zu den Aktivst*innen. „Die Proteste ziehen sich quer durch alle Gesellschaftsschichten. Das zeigt, wie breit der Widerstand gegen diesen fundamentalen Eingriff in die Selbstbestimmungsrechte von Frauen in Polen ist. Wir Grüne stehen solidarisch hinter den Protestierenden in Polen“, unterstreicht die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski. Als sichtbares Zeichen gegen das skandalöse Urteil in Polen hatte Disoski vergangenen Dienstag zu einer parteiübergreifenden, solidarischen Mahnwache auf dem Platz der Menschenrechte in Wien geladen. Rund 600 Personen zeigten sich dabei solidarisch mit den Protestierenden in Polen.

„Nicht genug, dass viele persönlichen Angriffen ausgesetzt sind, geht der polnische Bildungsminister noch einen Schritt weiter: Er droht nun jenen Hochschulen, die Studierenden die Beteiligung an den Protesten erlauben, mit finanziellen Konsequenzen. Dies ist ein völlig  inakzeptabler Angriff auf die Autonomie der Universität und die Freiheit der Wissenschaft“, kritisiert die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Eva Blimlinger. 

Das Urteil des polnischen Verfassungsgerichtshofs am 22. Oktober hat das ohnehin restriktive Abtreibungsgesetz zu einem de facto ausnahmslosen Verbot gemacht: Selbst bei fetalen Fehlbildungen ist Abtreibung in Zukunft verboten. „Wir stehen solidarisch hinter den Pro-Choice-Demonstrationen in Polen. Frauenrechte sind für uns Grüne nicht verhandelbar“, sagen Disoski und Blimlinger.