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am 14. Jänner

Covid-Krise wirkte sich kaum auf Transitzahlen am Brenner aus

Hermann Weratschnig -

Wenig beeindruckt von der Covid-Krise zeigen sich die jüngsten Transitzahlen am Brenner: Im Jahr 2020 waren insgesamt nur 156.023 LKW, rund 6 Prozent, weniger auf der Nord-Süd-Achse unterwegs, als 2019. Im Dezember 2020 passierten sogar beinah neun Prozent mehr LKW die Mautstelle Schönberg, als im Jahr zuvor (Dezember 2019: 168.671 Fzg Kat 4; Dezember 2020: 184.171 Fzg Kat 4). 

Die Tiroler Landesregierung hat nicht zuletzt auch deshalb Notwehrmaßnahmen gesetzt, um die Anrainer*innen vor Schadstoffen und Lärm zu schützen, etwa durch eine Ausweitung des Nachtfahrverbots für LKW. BMin Leonore Gewessler setzt sich auf EU-Ebene für eine Reform der Wegekostenrichtlinie ein, um die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu forcieren und dem Dumping-Mautpreis am Brenner ein Ende zu setzen, was aber auf wenig Resonanz bei den anderen Mitgliedsstaaten stößt. „Eine faire, gemeinsame Korridormaut zwischen Verona und München ist schon längst überfällig“, ist Verkehrssprecher Hermann Weratschnig überzeugt, „außerdem müssen wir den Brenner-Basistunnel und seine Zulaufstrecken auch in Bayern und Italien rasch umsetzen, um mehr Lkw von den Straßen zu holen. Wir brauchen mehr Kostenwahrheit im Transportbereich, darum werden wir für die bevorstehende Steuerreform auch über die Abschaffung des Dieselprivilegs und eine Ökologisierung der Mineralölsteuer verhandeln.“​