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am 19. Mai

Blimlinger fordert Aufklärung von Generaldirektor Alexander Wrabetz

Eva Blimlinger - Schon vor mehreren Wochen wurde ein ORF-Radioredakteur aus dem Landesstudio Vorarlberg entlassen. Der genannte Grund: Betreten der „Isolationszone“

Es ist nicht zum ersten Mal, dass der Direktor des Landesstudios Vorarlberg Markus Klement mit Personal- oder Programmentscheidungen in die negativen Schlagzeilen kommt. Offensichtlich gibt es in den neuesten Entwicklungen Zusammenhänge zu länger zurückliegenden Vorfällen. Betroffen ist nunmehr ein langjähriger Kulturredakteur. Er hat sich in seiner Funktion als gewählter Redakteurssprecher für den Erhalt der Kultursendungen auf Radio Vorarlberg stark gemacht. In Vorarlberg gingen die Wogen hoch, als Klement das Programm so veränderte, dass die überaus beliebte Kultursendung „Kultur nach 6“ auf 20 Uhr verschoben wurde. Künstler, Künstlerinnen, Kunst- und Kulturvereine und viele andere Interessierte forderten in einer Onlinepetition den alten Sendeplatz zurück. Vergeblich. „Ich kenne die Causa Markus Klement noch aus meiner Zeit als Publikumsrätin. Künstlerinnen und Künstler wurden versprochene Honorare nicht gezahlt, plötzlich durften sie im Landesstudio nicht mehr ausstellen, die zuständige Programmkuratorin wurde von einem Tag auf den anderen aus ihrer Funktion entlassen. Und nun wieder eine äußerst fragwürdige Entscheidung, einen unliebsamen Redakteur, noch dazu Redakteurssprecher, zu entlassen“, zeigt sich Eva Blimlinger verärgert über die Situation im Landesstudio Vorarlberg.

Nun wird - und so muss man es sehen - ein Vorwand genutzt, um einen kritischen Redakteur und Redakteurssprecher loszuwerden. Wie die Regeln im Studio betreffend COV-19 tatsächlich waren, dürfte offensichtlich nicht oder zu wenig bekannt gewesen sein. Es darf, ja es muss gefragt werden, ob hier nicht eine Motivkündigung vorliegt. Das wird das Arbeitsgericht klären. Aber nicht nur das: „Es geht selbstverständlich um die Pressefreiheit, es geht um die Freiheit der journalistischen Tätigkeit und es geht um kritischen Journalismus. Generaldirektor Alexander Wrabetz ist gefordert, hier zu reagieren und die Sache aufzuklären. Es kann nicht sein, dass Markus Klement mit eigenartigen und fadenscheinigen Vorwürfe Redakteure entlässt.“