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am 9. Juni

Vana: EU-Förderungen zum Gleichstellungsmotor machen!

- Europaparlament nimmt Vana-Bericht zu Gleichstellung in Regionalpolitik an

 Soeben hat das Europaparlament mit großer Mehrheit den Initiativbericht zur Geschlechterdimension der EU-Regionalpolitik angenommen. Zentrale Forderung des Berichts ist die Förderung der Gleichstellung in den Strukturfonds und die Einführung von Gender Budgeting und Gleichstellungsstrategien auf allen Ebenen der Regionalpolitik.

Monika Vana, Delegationsleiterin der Grünen und Berichterstatterin des Initiativberichts zur Geschlechterdimension der Regionalpolitik, erklärt:
„Die Regionalpolitik soll der Motor für Gleichstellung in der Europäischen Union werden. Die Finanzierung von Gleichstellungsprojekten und die Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit über den Europäischen Sozialfonds ist richtig, gleichwohl müssen wir auch bei Infrastrukturprojekten wie der Verkehrsanbindung von Kindergärten, der Beleuchtung von Fußgängerwegen oder auch der Vergabe von Gründungszuschüssen für Start-ups die Geschlechterdimension mitdenken.”

“Das Europaparlament fordert mehr Investitionen in öffentliche Dienstleistungen wie Pflege und Gesundheitsinfrastruktur und in Projekte gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Regionale oder lokale Behörden, die Hass und Hetze gegen LGBTIQ-Personen anfeuern, sollen die EU-Regionalförderungen gekürzt werden. Wir wollen die Umsetzung der Förderprojekte vor Ort verbessern und fordern Schulungen für Gleichstellungsfragen auf allen Verwaltungsebenen. Die Vergabe von EU-Regionalförderungen soll in den Mitgliedstaaten an konkrete Zielvorgaben gekoppelt werden. Ein knappes Drittel des EU-Budgets fließt in die EU-Regionalpolitik. Das Europaparlament fordert, das Potenzial der Regionalpolitik voll auszuschöpfen, um die Gleichstellung der Geschlechter in Europa voranzubringen”, so Vana abschließend.