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am 5. November 2020

Neßler: „Grünes Anliegen zu Rechtsanspruch bei Sonderbetreuungszeit wird umgesetzt“

Barbara Neßler - Auch Ausweitung auf vier Wochen und volle Kostenübernahme durch den Bund werden kommen

„Wir  bringen heute im Nationalrat einen Initiativantrag zur allumfassenden  Verbesserung der Sonderbetreuungszeit ein. Durch den Rechtsanspruch für  die Eltern und durch die volle Kostenübernahme durch den Bund schaffen  wir Sicherheit und unterstützen damit sowohl die Eltern als auch die  Unternehmen in den kommenden herausfordernden Monaten. Ich freue mich,  dass dieses Anliegen der Grünen nun endlich zur Umsetzung kommt“, sagt  Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen, zu bevorstehenden  Änderungen bei der Sonderbetreuungszeit.

   Das  Instrument der Sonderbetreuungszeit soll vor allem bei Schulschließungen bzw. bei Quarantäne genutzt werden können. Die Aufstockung und Verbesserung ist laut Neßler in der derzeitigen Situation unbedingt erforderlich: „Die Familien brauchen für den Fall von Schulschließungen die größtmögliche Sicherheit, um ohne Betreuungslücken durch das Schuljahr zu kommen. Daher sorgen wir nicht  nur für Rechtssicherheit, sondern stocken die Sonderbetreuungszeit ab  November auf vier Wochen auf und verlängern diese bis 9.Juli 2021, dem  Ende des Schuljahres.“

   Neben  der Sonderbetreuungszeit gibt es auch noch andere Möglichkeiten der  Freistellung. Diese bestehen unabhängig von der Sonderbetreuungszeit und  müssen auch nicht vorab aufgebraucht werden: „Beruf und Kinderbetreuung  unter einen Hut zu bekommen, ist ohnehin nicht einfach und vor allem  Frauen müssen oft doppelte und dreifache Arbeit leisten. Die Situation  hat sich durch Corona verschärft, aber nun sind wir endlich gut  gewappnet. Während die Sonderbetreuungszeit vor allem bei  Schulschließungen und Quarantäne aufgrund der Pandemie als zusätzliche  Möglichkeit ausgeweitet wird, gibt es bei Krankheit der Kinder bereits  die Möglichkeit der Pflegefreistellung“, hält Neßler fest.​