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am 18. Dezember 2020

Disoski zu RH-Einkommensbericht: Teilzeitfalle führt Frauen direkt in die Altersarmut

Meri Disoski - Ausbau der Kinderbetreuung und zeitgemäße Karenzmodelle notwendig

"Der heute vorgestellte Einkommensbericht des Rechnungshofes zeigt leider kaum Fortschritte in Bezug auf den Gender Pay Gap auf", kommentiert die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, die präsentierten Zahlen. "Frauen sind nach wie vor in Teilzeit überrepräsentiert – was sie direkt in die Altersarmut führt."

83 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind weiblich, während es bei Vollzeitbeschäftigten gerade mal 32 Prozent sind. "Wir Grüne haben bereits konkrete Maßnahmen diesbezüglich vorgeschlagen: Es braucht einen Ausbau der Kinderbetreuung, zeitgemäße Karenzmodelle, die auch Männer in die Pflicht nehmen, und abseits davon verpflichtende Einkommenstransparenz für Unternehmen. Nur so können wir Frauen überhaupt erst die Chance auf eine freie Wahl ermöglichen", hält Disoski fest.

Die genannten geschlechterspezifischen Ungleichheiten schlagen sich auf dem Pensionskonto nieder: In der Pension liegt das mittlere Bruttojahreseinkommen von Männern fast 11.000 Euro jährlich über dem von Frauen. "Maßnahmen wie der Frühstarter*innenbonus und die Erhöhung der Ausgleichszulage steuern hier zwar dagegen, Schritte gegen Lohnungleichheit im Erwerbsleben sind aber dennoch dringend notwendig", meint Disoski.