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am 20. September

Neßler zum Weltkindertag: Müssen Kindern das Leben bieten, das sie verdienen

Barbara Neßler - Ziele des Programms für Kinderchancen müssen umgesetzt werden

„Um Kindern jenes Leben, bieten zu können, das sie verdienen, müssen wir in der Politik einen Zahn zulegen, damit die Bekenntnisse zum Kindeswohl nicht leere Worthülsen bleiben. Deshalb begrüße ich ausdrücklich die Beschlussfassung des ,Programms Kinderchancen‘, das die Umsetzung der ,Europäischen Garantie für Kinder‘ gewährleisten soll. Die Eckpunkte und Ziele, die Minister Wolfgang Mückstein präsentiert hat, inklusive dem Einsatz eines Kinderchancen-Koordinators, sind ehrgeizig, müssen aber in Österreich - einem der reichsten Länder der Erde - möglich sein“, sagt die Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, Barbara Neßler, anlässlich des heutigen Weltkindertags.

Laut Neßler gehe es nicht, dass Österreich in Bezug auf die soziale Mobilität, also die Aufstiegschancen von Kindern aus ärmeren Familien, noch immer vergleichsweise schlecht dasteht. Statt die Talente von Kindern im vollen Ausmaß zu fördern, werden sie bisher durch soziale Schranken vielfach behindert - das beginne bei der frühkindlichen Betreuung und Bildung, gehe über mangelnden Wohnraum und ungesunde Ernährung und ende bei beschränkten Möglichkeiten an sozialer Teilhabe und einem hohen Risiko, auch im Erwachsenenalter armutsgefährdet zu sein. 

„Genau diese Punkte stehen nun im Mittelpunkt des neuen Programms und sollen alle zwei Jahre mit einem Monitoring überprüft werden. Das halte ich für besonders wichtig, weil wir damit regelmäßig einen Überblick erhalten, wo wir stehen“, betont Neßler.

Der Weltkindertag ist für Neßler jedoch auch Anlass, an die drohende Klimakatastrophe zu erinnern und mit aller Vehemenz Klimaschutzmaßnahmen einzufordern. „Klimaschutz als Priorität muss zum gesellschaftlichen Konsens werden. Das letzte, was wir brauchen, sind ständige Störfeuer von einzelnen Lobbys und Maßnahmen, wie etwa das Beharren auf unsinnigen Straßenbauten, die die Erreichung der Klimaschutzziele unterlaufen. Denn damit zerstören wir die Zukunft unserer Kinder“, warnt Neßler.