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am 26. Jänner

Neßler/Disoski: Kinderkostenstudie ist wichtiger Schritt im Kampf gegen Frauen- und Kinderarmut

Barbara Neßler, Meri Disoski - Unterstützung von Alleinerziehenden ist ein zentrales Anliegen der Grünen

Die Situation für viele Alleinerziehende war schon vor der Coronakrise prekär und es war und ist stets unser Anspruch, hier für Verbesserungen zu sorgen. Dies spiegelt sich auch im Regierungsprogramm und den bereits gesetzten Maßnahmen wieder. Durch die Krise hat sich die Situation für viele Familien und insbesondere für Alleinerziehende weiter verschärft. Es wurden bereits eine Reihe von Maßnahmen, wie etwa die doppelte Familienbeihilfe im Herbst oder der Familienhärtefonds, gesetzt, um die Härten abzufedern. Uns ist durchaus bewusst, dass hier noch weitere Maßnahmen folgen müssen und diese sind auch schon in Planung“, sagt Barbara Neßler, Familiensprecherin der Grünen. „94 Prozent der Alleinerziehenden in Österreich sind Frauen, viele von ihnen sind armutsgefährdet. Als Frauensprecherin und Vorsitzende der Grünen Frauen Österreich ist mir ihre Unterstützung ein zentrales Anliegen“, ergänzt Meri Disoski. „Corona hat hier Versäumnisse vergangener Regierungen drastisch offengelegt. Wir Grüne werden uns weiterhin für Verbesserungen stark machen und dazu den kontinuierlichen Austausch mit NGOs und Expert*innen weiterhin pflegen.“

   Überrascht zeigt sich die Disoski als Grüne Frauensprecherin vor allem darüber, dass die Bundesfrauenvorsitzende der SPÖ nicht über den von ihr mitgetragenen Beschluss über die Umsetzung der Kinderkostenstudie informiert ist. Diese ist längst in Planung und wird, wie mehrfach kommuniziert, umgesetzt. Neßler dazu: „Diese Studie war stets ein Anliegen von uns und wurde auch ins Regierungsprogramm eingebracht. Sie befindet sich nun bereits in Umsetzung und die Ergebnisse der Kinderkostenstudie werden bereits in diesem Jahr erwartet. Ich freue mich sehr, dass uns dieser Erfolg gelungen ist. Nach 56 Jahren war die Erstellung einer Kinderkostenstudie schon längst überfällig.“

   Im  Regierungsprogramm finden sich auch klare Maßnahmen zur finanziellen Absicherung von Alleinerziehenden, wie etwa eine Reform des Unterhaltsvorschusses: „Unser erklärtes Ziel ist es, der Frauen-und Kinderarmut den Kampf anzusagen - die Kinderkostenstudie ist der erste wichtige Schritt und markiert den Startschuss", erklärt die Familiensprecherin. Die finanzielle Absicherung für viele Alleinerziehende und deren Kindern müsse nachhaltig und dauerhaft sichergestellt werden. "Wir arbeiten bereits intensiv an den Maßnahmen, um dies zu erreichen. Eine dieser Maßnahmen, die auch klar im Regierungsprogramm festgehalten wurde, ist die Schließung der bestehenden Lücken im Unterhaltsvorschuss mit einer Sicherstellung auch durch Sozialleistungen“, betont Neßler.