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am 19. November

Neßler: „Den Kampf gegen Kinderarmut am Tag der Kinderrechte ins Zentrum stellen“

Barbara Neßler - Kinderkostenstudie als erster wichtiger Schritt im Kampf gegen Kinderarmut

„Viele Kinder und Jugendliche sind besonders von der Krise betroffen. Die Krise zeigt uns, wie mit einem Vergrößerungsglas, auch deutlich das bestehende Problem der Kinderarmut auf, denn gerade armutsgefährdete Kinder und Jugendliche sind oft die größten Leidtragenden“, sagt Barbara Neßler, Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, zum internationalen Tag der Kinderrechte. 

In Österreich sind 372.000 Kinder und Jugendliche armuts- und ausgrenzungsgefährdet. Diese Kinder leben nicht nur unter finanziellen Engpässen, sondern werden oft sozial ausgegrenzt, und auch ihre Gesundheit leidet darunter. Die Bekämpfung der Kinderarmut ist ein Kernanliegen von Neßler: „Jedes fünfte Kind in Österreich ist armutsgefährdet. In Österreich darf kein Kind zurückgelassen werden und Familien in Krisensituationen und insbesondere Alleinerziehende, die besonders von Armut betroffen sind, müssen besser abgesichert werden. Wir haben der Kinderarmut den Kampf angesagt und mit der Beauftragung der Kinderkostenstudie ist uns dabei ein erster wichtiger Schritt gelungen“.

Die Erstellung der Studie, die vom Sozialministerium beauftragt wurde und erstmals seit 1964 die aktualisierten Kinderkosten erhebt, soll dabei vor allem langfristig wirken. „Wir haben schon viele Maßnahmen gesetzt und es wird weitere Maßnahmen brauchen, um die größten Härten der Krise konsequent abzufedern. Dies gilt einerseits in finanzieller Hinsicht, wo wir den finanziellen Druck von den Familien nehmen müssen. Andererseits zeigt sich, dass auch die psychischen Probleme von Kindern massiv steigen und auch hier müssen wir über alle Ressorts hinweg Maßnahmen setzen, um die Langzeitfolgen abzuschwächen“, meint Neßler.  

„Es ist unser Job dafür zu sorgen, dass Kinder weiter Kinder sein können, ohne Zukunftsängste, finanziellen Druck und verminderte Chancen. Die Covid-Krise ist noch nicht vorbei, aber der Kampf gegen Kinderarmut hat erst begonnen!“, sagt Neßler abschließend.