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am 6. Oktober

Litschauer begrüßt Entscheidung zu Umweltverträglichkeitsprüfung für AKW Krsko

Martin Litschauer - Entscheidung des slowenischen Verwaltungsgerichts Beispiel gebend

„Wir begrüßen die Entscheidung des Slowenischen Verwaltungsgerichts, dass nach einer Klage slowenischer Umweltorganisationen doch eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das slowenische AKW Krsko notwendig wird“, sagt Martin Litschauer, Anti-Atomenergie-Sprecher der Grünen. Slowenien plant den Betrieb des Atomkraftwerkes Krsko über das Jahr 2023 hinaus und wollte eine UVP für die Betriebsverlängerung für weitere 20 Jahre verhindern.

„Die Durchführung der UVP bei Betriebsverlängerungen und damit auch die Beteiligung von Nachbarstaaten ist besonders wichtig, um diese uralten Anlagen erneut auf den Prüfstand zu stellen und Sicherheit sowie Auswirkungen auf die Umwelt auf Basis aktueller Unterlagen genau zu bewerten. Dies sollte auch ein Beispiel für andere Atomkraftwerke sein, wo ebenfalls versucht wird, die UVP bei Betriebsverlängerungen zu umgehen“, erläutert Litschauer.

„Die Atomkraftwerke in der EU verdampfen viermal jährlich die Menge des Wassers des Neusiedlersees. Angesichts des Klimawandels und der immer wieder aufkommenden Dürre in Europa sollte klar sein, dass wir so nicht mit unserem wertvollen Wasser umgehen können. Außerdem ist das Problem der Atommülllagerung weiter ungelöst, wie die aktuelle Debatte in Deutschland zeigt. Dies darf bei einer UVP nicht unberücksichtigt bleiben. Atomenergie ist keine Lösung für eine CO2 neutrale Energiezukunft“, hält der Grüne Anti-Atomenergie-Sprecher fest.