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am 7. Dezember 2020

Maurer: Atomenergie kann niemals der Ausweg aus der Klimakrise sein

Sigi Maurer - Rot-Pinke Lösungen für Klimawende sind brandgefährlich

"Sehr geehrte Frau Meinl-Reisinger, sehr geehrter Herr Androsch! Ich widerspreche Ihnen vehement: Atomenergie als Chance für die Energiewende zu preisen, ist absurd“, meint die Klubobfrau der Grünen, Sigi Maurer, als Reaktion auf das „Trend“-Interview von Hannes Androsch und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger. „Beide verwenden hier die Argumente der Atomlobby, denen wissenschaftliche Erkenntnisse aus Klima- und Wirtschaftsforschung entgegenstehen. Atomenergie ist zu teuer und zu gefährlich. Wenn Atomenergie der rot-pinke Weg aus der Klimakrise ist, na dann gute Nacht.“

   Maurer weiter: „Ohne staatliche Milliardenförderungen würde kein einziges Land auf der Welt mehr Atomkraftwerke bauen. Atomenergie ist schlichtweg unwirtschaftlich. Berechnet man Bau und Betrieb mit ein, ist Atomstrom bis zu fünf Mal so teuer wie Windenergie und Photovoltaik-Technologien. Während die Kosten für Erneuerbare Energien in den letzten Jahren gefallen sind, sind jene für Atomkraft sogar gestiegen - und das trotz jahrzehntelanger staatlicher Milliarden-Unterstützung! Wie rechtfertigt man das vor den Steuerzahler*innen? Es ist mir schleierhaft, wie NEOS als liberale Partei überhaupt für Atomkraft sein kann: Eine Technologie, die ohne massive staatliche Unterstützung gar nicht denkbar ist“, wundert sich Maurer.

   Dazu kommt: Uran ist eine nicht-erneuerbare Ressource, die Vorräte werden in ein paar Jahrzehnten zur Neige gehen. „Schauen so die langfristigen rot-pinken Lösungen für eine globale Krise aus?“ fragt Maurer.

   Der Klimawandel ist eine akute, globale Bedrohung, die schnelle und nachhaltige Lösungen verlangt. Und Österreich zeigt es vor: Durch den raschen Ausbau wird sich Österreich schon bald bilanziell mit Ökostrom versorgen können.​