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Montag

Litschauer zu Mochovce 3: Reaktorblock darf nicht in Betrieb gehen

Martin Litschauer - Gefährliches Bauprojekt muss endlich eingestellt werden

Heute, Montag, endet die Frist für Stellungnahmen zum Entwurf der Betriebserlaubnis für den Reaktor 3 im Atomkraftwerk (AKW) Mochovce. "Seit Baubeginn 1985 treten bei diesem Projekt verschiedenste Probleme auf. Das AKW hat ein Sicherheitskonzept aus Sowjet-Zeiten. Es ist zum Beispiel nicht ausreichend gegen den Aufprall eines Flugzeugs und den damit einhergehenden verheerenden Folgen gesichert. 2020 wurde sogar aufgedeckt, dass einige Zertifikate für wichtige Bauteile im AKW Mochovce gefälscht wurden. All dies macht nur deutlich, was aus unserer Sicht ohnehin klar ist: Es ist Zeit, endlich einen Schlussstrich unter das gefährliche Projekt zu ziehen und es zu beenden", sagt Martin Litschauer, Anti-Atom-Sprecher der Grünen. "Atomkraft ist in keiner Hinsicht eine Lösung für unsere Probleme, im Gegenteil: Sie verursacht großen Schaden und Probleme für Millionen von Jahren", ergänzt Litschauer.

"Mit einem Versuch der Inbetriebnahme wird nicht nur die Bevölkerung gefährdet. Denn ein Abriss eines AKW, das in Betrieb war, ist deutlich schwieriger und verursacht unnötige Kosten auf den Schultern der slowakischen Bevölkerung. Auch für den Atommüll gibt es weiter keine Lösung, womit auch künftige Generationen extrem belastet werden", meint Litschauer.

Mittlerweile liegen die Stromkosten für Erneuerbare Energieträger bereits deutlich unter jenen von Atomkraftwerken. "In den USA werden bereits Atomkraftwerke aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Daran sollten sich all jene orientieren, die weiter auf die rückschrittliche Atom-Technologie setzen wollen", sagt Litschauer.