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am 15. Februar

Litschauer: Erdbeben in Japan zeigt ungebrochene Bedrohung durch Atomkraftwerke

Martin Litschauer - Radioaktives Abwasser in Fukushima ausgetreten

"Trotz der hohen Erdbebengefahr hat Japan zahlreiche Atomkraftwerke nach dem Unglück in Fukushima wieder in Betrieb genommen und ist damit ein hohes Risiko eingegangen", sagt der Anti-Atom-Sprecher der Grünen, Martin Litschauer, zum Erdbeben der Stärke 7,1, das am 13. Februar - kurz vor dem 10. Jahrestag von Fukushima - Japan erschütterte. Nur zwei Stunden nach dem Beben meldeten die Betreiber der Kraftwerke, dass es keine Schäden gegeben habe. Später wurde dann doch bekannt, dass in Fukushima radioaktives Wasser ausgetreten ist. "Es sollte eigentlich klar sein, dass so riesige Anlagen nicht innerhalb von zwei Stunden vollkommen überprüft werden können. Umso mehr fürchte ich um die Sicherheit in den Anlagen, wenn die Zuständigen die Überprüfungen abkürzen und die Erdbeben nicht ernst genug nehmen", erklärt Litschauer.

"Die Vorfälle zeigen vor allem aber auch, dass die Lage in Fukushima noch lange nicht unter Kontrolle ist. Wie sonst ist es möglich, dass ein Erdbeben sofort zum Austritt von radioaktivem Wasser führt?", fragt der Anti-Atom-Sprecher. Und weiter: "Die Betreiberfirma Tepco hat ja noch nicht einmal zehn Jahre nach der Havarie aufgeräumt und will allen Ernstes das radioaktive Wasser ins Meer leiten. Die Genehmigung dafür gibt es zum Glück noch nicht. Wie viele Erdbeben braucht es noch, bis Japan diese Atomruine endlich sicher macht und seiner Verantwortung nachkommt?"