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am 3. Mai

Litschauer: Die Sonne ist der einzige verlässliche Fusionsreaktor für uns

Martin Litschauer - "Tag der Sonne": Förderungen für Kernfusion stoppen, Steuermittel in eine rasche und effiziente Energiewende investieren!

„Erst drei Prozent des österreichischen Stroms wird mit Photovoltaikanlagen erzeugt, daher haben wir noch viel Arbeit vor uns, um diesen Anteil zu vervielfachen“, erinnert der Grüne Anti-Atomsprecher im Parlament, Nationalratsabgeordneter Martin Litschauer, anlässlich des heutigen „Tags der Sonne“: „Die Sonne schickt uns jährlich ein vielfaches der Energie, die wir weltweit benötigen und diese muss mit Ökostromanlagen, aber auch im Bereich der Wärmeenergie, genutzt werden. Mit der Sonne verfügen wir über den einzigen verlässlichen Fusionsreaktor - ich warne davor, sich von der Kernfusion zu viel zu versprechen“, so Litschauer weiter.

Seit über 30 Jahren wird von der Atomindustrie versprochen, dass es in 30 Jahren Kernfusionsreaktoren geben wird - und aktuell ist der Ausblick nicht kürzer geworden, obwohl Milliardenbeträge an Steuermittel in diese Forschung geflossen sind, erinnert der Grüne Abgeordnete. „Die Energiewende muss weltweit bis 2050 gelungen sein, um den Klimawandel einzubremsen. Das macht deutlich, dass die Kernfusion hier nicht rechtzeitig einen wesentlichen Beitrag leisten kann“, so Litschauer. „Außerdem ist nach wie vor ungewiss, ob die Erzeugungskosten bei der Kernfusion überhaupt marktgerechte Preise erzielen werden. Bisher ist die Kernfusion vor allem damit aufgefallen, dass die Kostenrahmen bei den Forschungsprojekten maßlos überzogen wurden und die Prognosen nicht gehalten haben.“

„Wir müssen die Förderungen für die Kernfusion stoppen und diese Steuermittel in eine rasche und effiziente Energiewende investieren“, fordert Litschauer. „Die Steuergelder werden nun nach der Coronakrise dafür benötigt, die Energiewende rasch umzusetzen. Neben 100% Ökostrom muss auch im Wärme- und im Verkehrsbereich viel mehr passieren - dort sind die Forschungsmittel viel wichtiger als für die Kernfusion. Gerade am ,Tag der Sonne‘ sollte uns bewusst werden, dass auch die Solarthermie nicht zu unterschätzen ist und auch in den Wärmenetzen einen großen Beitrag leisten kann“, so Litschauer abschließend.