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am 15. Juni

China hüllt Mantel des Schweigens über Leck am AKW-Taishan

Martin Litschauer - Litschauer/Grüne fordert volle Aufklärung für 50 Millionen Menschen

„Wenn das Leck am chinesischen AKW-Taishan groß genug ist, dass sich Frankreich besorgt an die USA wendet, sind Beschwichtigungen Chinas unangebracht. Im Umkreis des Meilers leben 50 Millionen Menschen, deren Lebensgrundlage bedroht sein könnte. Sie haben sich schnellstmögliche Aufklärung und völlige Transparenz verdient.“ So Martin Litschauer, Anti-Atomenergie Sprecher der Grünen zum gestern bekannt gewordenen Leck am chinesischen AKW-Taishan, welches von China gemeinsam mit der französischen Betreiberfirma Framatome gebaut wurde und seit 2018 (Block 1) bzw. 2019 (Block 2) in Betrieb ist. 

Framatome hat in zwei Schreiben am 3. und 8. Juni, US-Behörden gebeten technische Daten und Unterstützung zu übermitteln, damit die Anlage wieder auf Normalbetrieb gebracht werden kann. Ein Besorgnisgrund von Framatome war, dass China die Grenzwerte für radioaktive Strahlung für die Belastung der Umwelt verdoppelt hatte, um den Reaktor nicht herunterzufahren.  

„Aktuell kann niemand sagen, welche Gefahr vom Leck ausgeht und das ist genau das Problem. Verheimlichung ist Programm in der Atomindustrie, das kennen wir ja schon von kleineren Unfällen, bis hin zum Super-GAU in Tschernobyl. Statt jetzt einfach Grenzwerte anzuheben und der Bevölkerung weitere Gefahren zuzumuten, sollte das AKW schnellstmöglich abgedreht werden“ So Litschauer abschließend.