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am 12. April

Ernst-Dziedzic/Litschauer: Nukleares Zeitalter muss beendet werden

Ewa Ernst-Dziedzic, Martin Litschauer - Grüne begrüßen Austragung von erster Konferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag in Wien

„Dass Wien im Jänner 2022 die erste Konferenz zum neuen Atomwaffenverbotsvertrag ausrichten wird, ist äußerst erfreulich“, begrüßen die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ewa Ernst Dziedzic, und der Anti-Atomenergie-Sprecher der Grünen, Martin Litschauer, die Bemühungen für einen längst überfälligen Atomwaffenverbotsvertrag. „Über 70 Jahre dauert das nukleare Zeitalter nun schon an und es ist längst an der Zeit, es zu beenden. Wenn die für Anfang kommenden Jahres angesetzte Konferenz hier einen Beitrag leisten kann, ist das jedenfalls zu begrüßen“, erklärt Ernst-Dziedzic. Wenngleich bis zum Start der Gespräche in Wien noch viel Zeit vergehe, obwohl die Zeit dränge: „Fakt ist aber, handeln wäre jetzt angesagt“, betont die außenpolitische Sprecherin der Grünen.


Eine solche Konferenz in Pandemiezeit zu organisieren ist natürlich eine Herausforderung, sagt Ernst Dziedzic, betont aber: „Österreich ist ein bewährter Standort für die Austragung wichtiger internationaler Konferenzen. Wir können davon ausgehen, dass das Außenministerium wie gewohnt für eine professionelle Organisation sorgen wird. Wichtig wird jedenfalls sein, dass im Jänner in Wien auch Nuklearwaffen-Staaten mit am Tisch sitzen. Denn für ein weltweites Umdenken in Sachen Atomwaffen ist es längst an der Zeit.“ 


Auch Litschauer unterstreicht, dass in diesem Zusammenhang rasches Handeln angesagt sei: „Uns muss bewusst sein, dass die Urananreicherungsanlagen im Iran nach wie vor täglich neues Material produzieren und damit das atomare Risiko laufend steigt. Deshalb müssen wir so rasch wie möglich eine Lösung im Atomstreit finden und die atomare Aufrüstung verhindern.“ Aus Sicht des Grünen Anti-Atomsprechers wäre es darüber hinaus sinnvoll, das Gespräch mit dem Iran über Energieversorgung zu suchen. „Es wäre gut, dem Iran Hilfe bei der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien anzubieten. Dafür braucht es keine Atomenergie, die ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht von Nachteil für die iranische Bevölkerung. Atomstrom ist bis zu fünf Mal so teuer wie Strom aus modernen Erneuerbaren“, unterstreicht Litschauer.​