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am 20. September

Hamann: OECD-Vergleichsstudie erteilt klaren Handlungsauftrag an die Politik

Sibylle Hamann - Bildungsbudget muss direkt ins Klassenzimmer fließen

 "Um zu den besten zu gehören, gäbe es bildungspolitisch noch einiges zu tun", leitet die Bildungssprecherin der Grünen, Sibylle Hamann, aus der eben erschienenen OECD-Vergleichsstudie "Bildung auf einen Blick" einen klaren Handlungsauftrag an die Politik ab. "Der größte Unterschied zwischen Österreich und anderen Ländern liegt darin, dass unsere Kinder, speziell die Jüngeren, auffallend wenig Zeit in der Schule verbringen", liest Hamann aus den Daten heraus. 

Österreichische Volksschulkinder kommen im Durchschnitt auf 705 Unterrichtsstunden, im OECD-Schnitt sind es 807. "Das liegt daran, dass bei uns die Halbtagsschule noch immer der Normalfall ist und Kinder mittags hungrig nach Hause geschickt werden", kritisiert die Bildungssprecherin der Grünen und betont: "In verschränkten Ganztagsschulen, wo sich Unterricht und Freizeit abwechseln, ist viel entspannteres Lernen möglich. Speziell für Kinder, die zu Hause wenig Ressourcen und Unterstützung bekommen, macht das einen riesigen Unterschied." Hier müsse einer der Schwerpunkte der künftigen Regierungsarbeit liegen.

Zwar seien die Ausgaben für das Bildungssystem pro Schüler*in in Österreich überdurchschnittlich hoch, wie die Personalnöte an vielen Standorten zeigen, scheinen jedoch nicht alle Ressourcen zielgerichtet anzukommen. "Wir müssen besser darauf schauen, dass unser Bildungsbudget direkt ins Klassenzimmer zu den Kindern kommt", fordert Hamann.