Bundesländer
Navigation:
am 30. Juli

Hamann erfreut über Einführung des Ethikunterrichts

Sibylle Hamann - Wichtiger Schritt, dem noch viele folgen werden

Die Regierungsvorlage zu verpflichtendem Ethikunterricht für alle Schüler und Schülerinnen an AHS-Oberstufe und BMHS die nicht den Religionsunterricht besuchen, hat heute, Mittwoch, den Ministerrat passiert. Die Bildungssprecherin der Grünen, Sibylle Hamann, ist höchst erfreut, dass Ethik nach über 20 Jahre Schulversuch nun erstmals in den regulären Schulbetrieb übernommen wird: „Sich mit den Grundfragen der Gesellschaft auseinanderzusetzen und über Verantwortung und das eigene Handeln nachzudenken, ist für jedes Kind und alle Jugendlichen wichtig.“

Ab dem Schuljahr 2021/22 ist es endlich soweit. Der verpflichtende Ethikunterricht richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der AHS und BMHS ab der 9. Schulstufe, die konfessionslos oder vom Religionsunterricht abgemeldet sind. Dass mit der 9. Schulstufe begonnen wird sei „ein erster Schritt, dem hoffentlich noch viele weitere folgen werden“, sagt Hamann. 

„Es ist gut, dass Religion und Ethik gleichzeitig stattfinden sollen. Einerseits wird damit ausgeschlossen, dass Religionslehrer*innen in derselben Klasse auch Ethik unterrichten. Anderseits ist mit der Gleichzeitigkeit jedoch eine Tür geöffnet, die Kooperationen zwischen den einzelnen Gruppen ermöglicht, etwa in Form gemeinsamer Projekte, Exkursionen oder Diskussionen.“

Damit rücke man dem grünen Ziel, Ethik und Religionen bekenntnisübergreifend zu thematisieren, einen Schritt näher. Die Theologie explizit als Bezugswissenschaft für den Ethikunterricht zu nennen, wie von zahlreichen Kirchenvertretern gefordert, hält die Grüne Bildungssprecherin für „nicht notwendig“.