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am 20. Mai

Grebien: One-Stop-Shops für Menschen mit Behinderungen schaffen

Heike Grebien - Für volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sind einfache Anlaufstellen für Unterstützungsangebote essenziell.

In diesem Entschließungs-Antrag geht es darum: Menschen mit Behinderungen sollen einen besseren Zugang zu Unterstützungs-Angeboten bekommen. 

Die Anlaufstellen sollen Informationen für alle Menschen mit Behinderungen haben. Solche Anlaufstellen heißen „One-Stop-Shops“.

Der Entschließungs-Antrag sagt: 

Der Sozial-Minister soll gemeinsam mit den Bundes-Ländern, den Sozialversicherungs-Trägern und dem Arbeitsmarkt-Service Maßnahmen machen. Der Arbeits-Minister soll ihn dabei unterstützen. 

Die Maßnahmen sind:

  • Es soll einen One-Stop-Shop für Hilfsmittel geben. 
  • Es soll einen One-Stop-Shop für Beratung, Begleitung und Betreuung geben. 
  • Es soll einen One-Stop-Shop für Persönliche Assistenz geben. 
  • Es soll auch einen One-Stop-Shop für Unterstützungs-Angebote des Arbeitsmarkt-Service, des Sozial-Ministeriums, der Bundes-Länder und der Sozial-Versicherung geben.



Bei der heutigen Nationalratssitzung wurde auf Initiative der Grünen ein Allparteien-Entschließungsantrag zur Schaffung entsprechender One-Stop-Shops eingebracht. „Wir setzen mit diesem Antrag einen wichtigen Schritt zur Vereinfachung der Zugänglichkeit von Leistungen. Unser Ziel sind möglichst einfache, wohnortnahe, niederschwellige und inklusiv ausgestaltete Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen. One-Stop-Shops erleichtern Menschen mit Behinderungen die selbstständige soziale Teilhabe“, freut sich Heike Grebien, Sprecherin der Grünen für Menschen mit Behinderungen. 

Transparente und effiziente Hilfen, Antragstellungen sowie Finanzierungen sind für eine erfolgreiche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen wichtig. Derzeit sind bei den Unterstützungsleistungen unterschiedliche Ämter und Institutionen des Bundes und der Länder involviert. Die aktuelle komplizierte, unübersichtliche und manchmal auch fehlende Kooperation dieser verschiedenen Entscheidungsträger sowie die Unklarheit der Zuständigkeiten erschweren die Lage für Menschen mit Behinderungen zusätzlich. 

Anlaufstellen oder „One-Stop-Shop“, die Anträge von Menschen mit Behinderungen gesammelt entgegennehmen und diese an die zuständigen Stellen weiterleiten, würden den Zugang zu den passenden Leistungen erheblich vereinfachen. 

Der heute eingebrachte Entschließungsantrag verlangt daher Schritte zur Umsetzung von One-Stop-Shops für Menschen mit Behinderungen in vier Bereichen: Persönliche Assistenz, Hilfsmittel und Heilbehelfe, Beratung sowie Begleitung und Betreuung. Zudem sollen Maßnahmen zur Schaffung eines One-Stop-Shops an der Schnittstelle Arbeitsmarktservice, Sozialministeriumservice, Länder sowie Sozialversicherung getroffen werden.