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am 21. September

Neßler zum Weltkindertag: Holt die Kinder aus Moria!

Barbara Neßler - „Den Weltkindertag zelebrieren und Kinderrechte zu beschwören, ist zu wenig.“

 „Wenn wir Kinder aus Moria zu uns holen, wird dadurch niemand in Österreich ärmer, und niemand wird auf etwas verzichten müssen. Dass die ÖVP eine Aufnahme ausparteipolitischen bzw. wahltaktischen Gründen blockiert, ist daher aus sachlichen Gründen völlig unverständlich“, betont die familienpolitische Sprecherin der Grünen im Nationalrat, Barbara Neßler, anlässlich des heutigen Weltkindertags.

„Jedes Kind hat Rechte – und zwar die gleichen Rechte, ganz egal, an welchem Ort der Welt es lebt. Dazu gehört das universelle Recht, gesund und sicher aufzuwachsen“, so Barbara Neßler. „Es ist daher nicht vereinbar, einerseits Menschen- und Kinderrechte verbal zu beschwören, aber gleichzeitig Kindern fundamentale Rechte zu verweigern.“

4.000 Kinder in Moria mussten zuerst vor dem Krieg in ihren Heimatländern flüchten und haben nun durch den Brand in der Zeltstadt auch ihre ohnehin nur behelfsmäßigen Unterkünfte verloren. Diese Kinder müssen auf alles verzichten, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht, nicht einmal die Grundbedürfnisse nach Nahrung, Sicherheit und Geborgenheit sind gewährleistet. „In Europa und in Österreich können wir den Kindern aus Moria den nötigen Schutz, Sicherheit und Zukunftschancen bieten“, argumentiert die Grüne Abgeordnete. „Es ist doch völlig absurd, dass Unterkünfte, die wir über vertragliche Bindungen bezahlen müssen, leerstehen, aber Kinder auf den Straßen in Moria dahinvegetieren lassen.“

Neßler sieht insbesondere den Koalitionspartner in der Pflicht: „Gerade am heurigen Weltkindertag sollte sich auch die ÖVP ihrer nach außen so oft postulierten christlich-sozialen Werte besinnen und in der Frage der Aufnahme von Kindern aus Moria endlich umschwenken. Länder und unzählige Gemeinden haben sich bereits deutlich und wiederholt für deren Aufnahme ausgesprochen. Umfragewerte und der Versuch im FPÖ-Wählerteich zu fischen, sollten niemals vor den Grundwert Menschlichkeit gestellt werden.“