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am 19. Mai

Ernst-Dziedzic zu Trump/WHO: Die Gesundheit darf nicht zum geopolitischen Spielball werden

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne kritisieren Drohung des amerikanischen Präsidenten zu WHO-Zahlungsstopp scharf

„Einer Institution, die den weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie koordiniert mitten in der Krisensituation ein Ultimatum zu stellen, ist der Gipfel der Unverantwortlichkeit“, sagt Ewa Ernst-Dziedzic, außenpolitische Sprecherin der Grünen, zum Frontalangriff des amerikanischen Präsidenten Trump auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dieser hatte der WHO mit einem endgültigen Zahlungsstopp gedroht, sollte sie sich nicht binnen 30 Tagen zu „wesentlichen Verbesserungen“ verpflichten. 

„So wie bei jeder Institution gibt es natürlich auch bei der WHO Potential zur Verbesserung von Abläufen“, sagt die Grüne Vizeklubchefin. Die Drohung zum jetzigen Zeitpunkt halte sie jedoch für ein innenpolitisches Ablenkungsmanöver und zudem für ausgesprochen kurzsichtig. So habe die WHO bereits am 30. Jänner den allgemeinen Gesundheitsnotstand ausgerufen, während Trump noch den ganzen Februar über die Gefahr des Virus heruntergespielt habe. 

„Das eigene Versagen auf einen Sündenbock abzuwälzen und mit einem medialen Radau von den wahren Problemen abzulenken, ist schlicht populistisch und während einer Pandemie nicht angemessen. Die Gesundheit darf nicht zum geopolitischen Spielball werden, schließlich geht es hier um tausende Menschenleben. Ich hoffe, der amerikanische Präsident wird sich seiner Verantwortung bewusst und nimmt von diesem verheerenden Schritt Abstand“, sagt Ernst-Dziedzic.