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am 6. April

Ernst-Dziedzic fordert aktiven Einsatz für Freilassung österreichischer Geiselhäftlinge

Ewa Ernst-Dziedzic - Grüne zu Verhandlungen USA-Iran über Atomabkommen in Wien

„Dass  der Iran österreichische Staatsbürger unter fadenscheinigen Gründen im  berüchtigten Evin-Foltergefängnis gefangen hält, ist nicht nur eine  menschliche Katastrophe, sondern auch eine diplomatische Provokation.  Die heute in Wien stattfindenden Verhandlungen über die Rettung des  Atomabkommens mit dem Mullah-Regime sind daher eine gute Gelegenheit, um  auf die Freilassung von Dr. Massud Mossaheb und Kamran Ghaderi zu  bestehen“, sagt die Grüne Außenpolitik- und Menschenrechtssprecherin Ewa Ernst-Dziedzic im Vorfeld des Treffens: „Ich unterstütze die in Wien lebenden Familien der politischen Geiseln in ihrer Forderung, dass das  Außenministerium sich offensiv und unmissverständlich für die Freilassung seiner österreichischen Staatsbürger einsetzen muss. Die beiden Inhaftierten werden seit Jahren zu Unrecht im Iran festgehalten.“  Es zeichne sich schon länger ab, dass hier die „Stille Diplomatie“  versagt habe, so Ernst-Dziedzic. Jetzt hätten wir die Pflicht, klare  Bedingungen an den Iran zu stellen und die Freilassung der beiden  Österreicher als Priorität zu forcieren.

Der  Iran missachte permanent internationale Spielregeln, so die Abgeordnete  weiter. Dabei habe das Regime mehr als einmal deutlich gemacht, dass es  kein verlässlicher Partner sei, wenn es um Menschenrechte geht. „Es  kann nicht sein, dass österreichische Staatsbürger im Iran in einem  unfairen Prozess verurteilt und unter folterähnlichen Bedingungen  festgehalten werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die diplomatischen  Beziehungen hätte. Aus Grüner Sicht müssen wirtschaftliche Beziehungen  mit dem Iran konsequent an die Achtung menschenrechtlicher Standards  geknüpft werden“, fordert Ernst-Dziedzic.