Bundesländer
Navigation:
am 7. Oktober

Ribo zum Tag der menschenwürdigen Arbeit: Auch in Österreich noch Aufholbedarf

Bedrana Ribo - 24h-Betreuer*innen arbeiten heutzutage auch in einem reichen Land wie Österreich oft noch unter menschenunwürdigen Bedingungen

„Viele denken bei menschenunwürdiger Arbeit an Arbeitsbedingungen in ärmeren Ländern. Dabei muss man gar nicht in andere Länder schauen. 24h-Betreuer*innen arbeiten auch in Österreich oft unter menschenunwürdigen Bedingungen. Fehlende Ruhezeiten, geringes Einkommen, Scheinselbstständigkeit und fehlende soziale Absicherung führen zu sehr prekären Bedingungen in der Betreuung“, sagt Bedrana Ribo, Pflegesprecherin der Grünen.

Im vergangenen Jahr wurden mit der Unterstützung des Sozialministeriums bereits in Graz, Linz und Wien unabhängige Beratungsstellen für 24h-Betreuer*innen eingerichtet. „Durch diese Beratungsstellen sollen die Betreuer*innen verstärkt auch in ihren Erstsprachen über ihre Rechte gegenüber Klient*innen und Vermittlungsagenturen aufgeklärt werden. Auch selbstorganisierte Interessensvertretungen wie die IG24, dessen Arbeit ich sehr schätze, leisten hier unglaublich wertvolle Unterstützung für 24h-Betreuer*innen“, betont Ribo und fügt hinzu: „Dies kann aber sicherlich nur ein erster Schritt sein. Auch WKO und Vermittlungsagenturen sind hier klar gefragt, die Interessen der Betreuer*innen zu vertreten.“