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am 30. Juli

Disoski: Wichtige frauenpolitische Schwerpunktsetzung in Arbeitsstiftung

Meri Disoski - Altersarmut von Frauen entschlossen bekämpfen

Erfreut zeigt sich die Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, über die frauenpolitische Schwerpunktsetzung der im heutigen Minister*innenrat beschlossenen Arbeitsstiftung: „Wir wissen, dass Frauen in jenen Branchen überrepräsentiert sind, die von coronabedingter Erwerbsarbeitslosigkeit besonders betroffen sind, wie Hotellerie, Gastronomie oder Handel. Umso wichtiger ist es uns Grünen und mir als Frauensprecherin deshalb, dass mit der Arbeitsstiftung die von Arbeitsmarktexpert*innen jetzt als dringend notwendige berufliche Weiterqualifizierung, Umschulung oder Umorientierung für Frauen aus diesen Berufsgruppen möglich wird.“ Der Fokus liege dabei in den Bereichen Digitalisierung, Umwelt, Bildung sowie dem Pflege- und Sozialbereich.

„Aus frauenpolitischer Perspektive möchte ich neben den genannten Um- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen insbesondere auch die soziale und finanzielle Absicherung während der Qualifizierungsmaßnahmen durch einen Bildungszuschuss, die evidenzbasierte und gerechte Verteilung der Fördermittel im AMS auf Frauen und Männer, die Unterstützung zur Erhöhung der Erwerbsbeteiligung bei Teilzeitbeschäftigung und die Berücksichtigung individueller Lebenssituationen während der Absolvierung der Weiterbildungen akzentuieren. Letztere ist vor allem für Alleinerziehende unabdinglich“, hält Disoski fest.

„Mit Blick auf den morgigen Equal-Pension-Day ist der frauenpolitische Schwerpunkt umso wichtiger. Altersarmut ist weiblich, die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Dass Frauen in Österreich 41,9 Prozent weniger Pension erhalten als Männer, zeigt die frauenpolitischen Versäumnisse vergangener Jahre. Gegen diese krasse geschlechtsbedingte Diskriminierung müssen wir entschlossen vorgehen. Ein automatisches Pensionssplitting allein wird diese Diskriminierung nicht lösen. Verpflichtende Lohntransparenz, eine Neubewertung von Berufen mit hohem Frauenanteil, Karenzmodelle mit gleichen Zeiten für Eltern und eine Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit müssen die Eckpfeiler im Kampf gegen die Altersarmut von Frauen sein“, sagt Disoski.