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am 29. Juli

Disoski/Ribo: Gender Pension Gap bekämpfen heißt Lohnschere im Arbeitsleben schließen

Meri Disoski, Bedrana Ribo - 41,9 Prozent Pensionsunterschied zeigt frauenpolitische Versäumnisse der letzten Jahrzehnte

Der Equal Pension Day am 30. Juli macht darauf aufmerksam, dass Frauen in Österreich 41,9 Prozent weniger Pension erhalten als Männer. „Dass sich hier nichts gebessert hat, zeigt die frauenpolitischen Versäumnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte“, meint Meri Disoski, Sprecherin der Grünen für Frauen und Gleichstellung. „Umso wichtiger sind die frauenpolitischen Maßnahmen und Schwerpunkte im Bereich Arbeitsmarkt, welche die Bundesregierung im heutigen Ministerrat beschließen wird“, unterstreicht Disoski.  

„41,9 Prozent weniger Pension bedeutet, dass Frauen in Österreich mit demselben Betrag 154 Tage länger auskommen müssen als Männer“, erläutert Bedrana Ribo, Sprecherin der Grünen für Senior*innen und Pflege. „Gerade im Alter zeigt sich dann der große soziale Unterschied. Nur 3,6 Prozent der Männer über 65 liegen mit ihrem Einkommen unter der Armutsgrenze, bei Frauen beträgt dieser Wert 10,1 Prozent.“ Hier kann man ganz klar erkennen, wie sehr sich sämtliche Nachteile für Frauen am Arbeitsmarkt auswirken. 

„Um den Gender Pension Gap zu schließen, wird ein automatisches Pensionssplitting allein nicht reichen. Vielmehr gilt es, die Ursachen des Problems entschlossen zu bekämpfen: mit verpflichtender Lohntransparenz, einer Neubewertung der Berufe mit hohem Frauenanteil, zukunftsweisenden Karenzmodellen und einer Umverteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern“, führt Disoski aus. „Dabei sind Bund, Länder, Gemeinden, Gewerkschaften und Sozialpartner*innen in der Pflicht“, hält Ribo fest.