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Waitz: Mit Agrarwende Insektensterben und Kollaps des Planeten verhindern

Grüne: Europaparlament kritisiert fehlenden Einsatz der Mitgliedsstaaten bei Pestizidreduktion

"Wer die neue Studie über das Massensterben von Insekten liest, bekommt es mit dem Grauen zu tun. Wenn wir nicht sofort handeln, rasen wir mit Vollgas in eine globale Katastrophe. Der Einsatz von systemisch wirksamen Pestiziden wie Neonicotinoiden oder Glyphosat muss sofort drastisch reduziert werden, damit wir ein sechstes Massenaussterben in wenigen Jahren verhindern", so Thomas Waitz, Imker, Biobauer und EU-Abgeordneter der Grünen.

Die wissenschaftliche Analyse, die in der Fachzeitschrift "Biological Conservation" veröffentlicht wurde, macht die intensive industrielle Landwirtschaft für den Rückgang der Insekten hauptverantwortlich, insbesondere durch deren massiven Einsatz von Pestiziden. Urbanisierung und Klimawandel werden ebenfalls als Faktoren genannt.

"Das EU-Parlament hat im heute abgestimmten Bericht über die Umsetzung der "Richtlinie über den nachhaltigen Einsatz von Pestiziden" erkannt, dass die Mitgliedsstaaten sich viel zu wenig und zu zögerlich dafür einsetzen, den Gebrauch von gefährlichen Pestiziden zu verringern. Die Qualität und das Design der nationalen Aktionspläne sind oftmals schlecht, Maßnahmen kaum vorhanden oder nicht wirksam", so Waitz.

Zudem kritisiert der Bericht des Parlaments, dass die Mitgliedsstaaten Integrierte Pflanzenschutzmaßnahmen und agrarökologische Methoden zu wenig fördern.

"Wir müssen mit vereinten Kräften an einer Agrarwende arbeiten, wenn wir unseren Planeten nicht vollständig zerstören wollen. Biologische und agrarökologische Anbaumethoden und auch der integrierte Pflanzenschutz können den Einsatz von Pestiziden drastisch verringern - das dramatische Insekten- und Vogelsterben muss uns ein Weckruf sein", appelliert Waitz.

Rückfragehinweis:    DI in IRMI SALZER    Referentin für Agrarpolitik - MEP Thomas Waitz    DIE GRÜNEN- GREENS/EFA    Wiedner Hauptstraße 40/1. Gartenstiege/Top 14. 1040 Wien . Österreich    M +43 (699) 11 82 76 34 .

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OTS0148    2019-02-12/13:40